Glossar
Zentrale Begriffe aus künstlicher Intelligenz, Governance, Hochschulpraxis und digitaler Transformation – kurz und verständlich erklärt.
Schrittweise verstehen
Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
Sieben grundlegende Themen bilden einen Einstieg in Künstliche Intelligenz. Jede Karte zeigt zunächst eine kompakte Orientierung und lässt sich für Erklärung, Beispiel, Grenzen und Quellen öffnen.
Künstliche IntelligenzKI-Systeme verarbeiten Eingaben, um daraus Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen für ein bestimmtes Ziel abzuleiten.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
Künstliche Intelligenz ist ein Sammelbegriff für maschinenbasierte Systeme. Sie erkennen mithilfe von Regeln oder gelernten Mustern Beziehungen in Daten und erzeugen daraus Ergebnisse. Je nach System können Menschen Ziele, Daten, Einsatzbedingungen und die Nutzung der Ergebnisse unterschiedlich stark bestimmen.
Beispiel
Ein Navigationsdienst bewertet Verkehrsdaten und schlägt eine Route vor. Die KI fährt nicht selbst, sondern leitet aus aktuellen und historischen Mustern eine Empfehlung ab.
Grenzen und Risiken
KI ist weder Bewusstsein noch automatisch objektiv. Ein Ergebnis kann plausibel wirken und trotzdem falsch, unfair oder für den konkreten Nutzungskontext ungeeignet sein.
Quellen
- OECD: Definition eines KI-Systems – öffnet in einem neuen TabStützt die Einordnung von KI über Eingaben, Ziele und daraus abgeleitete Ausgaben.
Maschinelles LernenBeim maschinellen Lernen entstehen Regeln für Vorhersagen aus Beispieldaten, statt vollständig von Menschen programmiert zu werden.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
Ein Lernverfahren passt die Parameter eines Modells so an, dass es in Trainingsdaten relevante Muster erfasst. Danach wird geprüft, ob das Modell auch mit neuen Daten sinnvoll arbeitet. Maschinelles Lernen ist damit ein Teilgebiet der KI, aber nicht jedes KI-System muss auf maschinellem Lernen beruhen.
Beispiel
Ein Spamfilter lernt aus markierten Nachrichten typische Merkmale unerwünschter E-Mails und schätzt anschließend für neue Nachrichten eine Spam-Wahrscheinlichkeit.
Grenzen und Risiken
Das Modell lernt Korrelationen, nicht automatisch Ursachen. Ungeeignete Trainingsdaten, veränderte Bedingungen oder falsche Zielgrößen können seine Leistung deutlich verschlechtern.
Quellen
- OECD: Funktionsweise von KI-Systemen – öffnet in einem neuen TabOrdnet Daten, operative Logik und Ergebnisse als Bestandteile eines KI-Systems ein.
Generative KI und SprachmodelleGenerative KI erzeugt neue Inhalte, indem sie gelernte Muster fortsetzt und wahrscheinliche Ausgaben für eine Eingabe berechnet.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
Große Sprachmodelle werden mit sehr vielen Textbeispielen trainiert. Sie verarbeiten Text in Tokens und berechnen schrittweise, welche Fortsetzung statistisch gut zum bisherigen Kontext passt. So entstehen flüssige Antworten, ohne dass das Modell jede Aussage wie eine Datenbank nachschlägt oder deren Wahrheit garantiert.
Beispiel
Aus der Anweisung „Fasse diesen Bericht in fünf Punkten zusammen“ erzeugt ein Sprachmodell eine neue Kurzfassung, die sich an Inhalt und Form der Eingabe orientiert.
Grenzen und Risiken
Sprachliche Plausibilität ist kein Wahrheitsnachweis. Modelle können Quellen erfinden, Zusammenhänge verzerren oder vertrauliche Eingaben ungeeignet verarbeiten; wichtige Ergebnisse brauchen Kontrolle.
Quellen
- NIST: Generative AI Profile – öffnet in einem neuen TabBeschreibt besondere Eigenschaften und Risiken generativer KI als Ergänzung zum AI RMF.
Daten und TrainingDaten prägen, welche Muster ein Modell lernen kann; Training verändert daraus schrittweise seine internen Parameter.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
Beim Training vergleicht ein Lernverfahren Modellvorhersagen mit einem Trainingsziel und passt Parameter wiederholt an. Auswahl, Qualität, Dokumentation und Repräsentativität der Daten beeinflussen das Ergebnis. Für den späteren Einsatz braucht es zusätzlich getrennte Testdaten und eine Prüfung im tatsächlichen Nutzungskontext.
Beispiel
Ein Bilderkennungsmodell sieht viele beschriftete Aufnahmen. Sind bestimmte Lichtverhältnisse im Training kaum vertreten, kann die Erkennung genau dort später schlechter funktionieren.
Grenzen und Risiken
Mehr Daten bedeuten nicht automatisch bessere Daten. Verzerrungen, fehlende Einwilligungen, unklare Rechte oder Datenlücken können durch Training verfestigt statt behoben werden.
Quellen
- NIST: AI Risk Management Framework – öffnet in einem neuen TabStützt die kontextbezogene Bewertung und fortlaufende Steuerung von KI-Risiken.
Ethik, Bias und GovernanceVerantwortliche KI verbindet technische Qualität mit Regeln, Zuständigkeiten und der Prüfung möglicher Folgen für Menschen.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
Bias bezeichnet systematische Verzerrungen, die aus Daten, Modellierung, Gestaltung oder Anwendung entstehen können. Governance legt fest, wer über Ziele und Einsatz entscheidet, Risiken bewertet, Ergebnisse überwacht und bei Problemen eingreift. Ethik erweitert die Prüfung um Werte, Rechte und gesellschaftliche Auswirkungen.
Beispiel
Vor dem Einsatz eines KI-gestützten Auswahlverfahrens prüft eine Organisation Daten, Entscheidungskriterien und Auswirkungen auf unterschiedliche Gruppen und definiert eine menschliche Einspruchsmöglichkeit.
Grenzen und Risiken
Eine Richtlinie allein verhindert keine Schäden. Verantwortlichkeiten müssen praktisch gelebt, Betroffene einbezogen und Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus überprüft werden.
Quellen
- NIST: AI RMF 1.0 – öffnet in einem neuen TabStrukturiert Risikomanagement in die Funktionen Govern, Map, Measure und Manage.
Praktische AnwendungsfelderDer Nutzen von KI entsteht nicht aus dem Werkzeug allein, sondern aus einer klaren Aufgabe, passenden Daten und überprüfbaren Ergebnissen.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
KI kann beispielsweise Texte erschließen, Muster erkennen, Prognosen unterstützen oder Inhalte erzeugen. Ein belastbarer Use Case beschreibt Zielgruppe, Problem, Prozess, Daten, Risiken und Erfolgskriterien. Erst dadurch lässt sich beurteilen, ob KI gegenüber einer einfacheren Lösung tatsächlich einen Mehrwert bietet.
Beispiel
Ein Bürgerbüro lässt eingehende Anfragen thematisch vorsortieren. Beschäftigte prüfen die Zuordnung, während Bearbeitungszeit, Fehlerquote und Beschwerden als Erfolgskriterien beobachtet werden.
Grenzen und Risiken
Automatisierung kann schlechte Prozesse lediglich beschleunigen. Besonders folgenreiche Entscheidungen benötigen geeignete Kontrollen, menschliche Verantwortung und einen Weg zur Korrektur.
Quellen
- OECD: Prinzipien für vertrauenswürdige KI – öffnet in einem neuen TabVerknüpft Innovation mit menschenzentrierten Werten, Transparenz, Robustheit und Verantwortlichkeit.
EU AI Act und regulatorischer RahmenDer EU AI Act ordnet Pflichten nach Rolle, Systemart und Risiko; nicht jede KI-Anwendung unterliegt denselben Anforderungen.Erklärung anzeigenErklärung schließen
Was bedeutet das?
Die europäische KI-Verordnung unterscheidet unter anderem verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme, bestimmte Transparenzpflichten und Regeln für Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck. Welche Pflichten gelten, hängt vom konkreten System, seinem Zweck und der Rolle einer Organisation als Anbieter oder Betreiber ab.
Beispiel
Ein Chatbot muss je nach Kontext kenntlich machen, dass Menschen mit einem KI-System interagieren. Für ein Hochrisiko-System gelten darüber hinaus wesentlich umfangreichere Anforderungen.
Grenzen und Risiken
Eine grobe Risikoklasse ersetzt keine rechtliche Einzelfallprüfung. Zusätzlich können Datenschutz-, Urheber-, Arbeits- oder Fachrecht gelten; Übergangsfristen und Leitlinien müssen beachtet werden.
Quellen
- EUR-Lex: Verordnung (EU) 2024/1689 – öffnet in einem neuen TabIst der verbindliche Verordnungstext für harmonisierte Regeln zu künstlicher Intelligenz.
263 Begriffe gefunden
Accuracy
Anteil der korrekten Vorhersagen an allen geprüften Fällen; bei ungleichen Klassen allein oft wenig aussagekräftig.
Agent
KI-Komponente, die ein Ziel über mehrere Schritte verfolgt und dabei Datenquellen oder Werkzeuge einsetzen kann.
Agentische KI
KI-Anwendung, die Ziele in Teilschritte zerlegt, Werkzeuge nutzt und Handlungen mit begrenzter Autonomie ausführt.
AI Literacy
Die Fähigkeit, KI-Systeme kompetent, kritisch und verantwortungsvoll zu verstehen, einzusetzen und zu beurteilen.
AI Management System (AIMS)
Organisatorisches Managementsystem für den verantwortlichen Umgang mit KI, etwa nach ISO/IEC 42001.
AI Slop
Massenhaft erzeugter, inhaltlich schwacher KI-Content mit geringem Informations- oder Gestaltungswert.
Algorithmus
Eine eindeutige Folge von Regeln oder Rechenschritten, mit der ein Problem bearbeitet wird.
Alignment
Ausrichtung des Verhaltens eines KI-Systems an vorgegebenen Zielen, Regeln und menschlichen Wertvorstellungen.
Allowlist
Eine freigegebene Liste von KI-Werkzeugen oder Nutzungsszenarien, die unter festgelegten Bedingungen verwendet werden dürfen.
Anbieter
Im EU AI Act die Stelle, die ein KI-System entwickelt oder entwickeln lässt und unter eigenem Namen in Verkehr bringt.
Annotation
Kennzeichnung von Daten mit Labels oder Zusatzinformationen, damit Modelle daraus lernen oder geprüft werden können.
Anonyme Daten
Informationen, die keiner identifizierten oder identifizierbaren Person mehr zugeordnet werden können.
Anonymisierung
Dauerhafte Veränderung personenbezogener Daten, sodass eine Reidentifizierung praktisch ausgeschlossen ist.
API (Application Programming Interface)
Programmierschnittstelle, über die Softwarekomponenten nach festgelegten Regeln Daten und Funktionen austauschen.
Arbeitserleichterung
Entlastung von Routinetätigkeiten oder Teilaufgaben durch automatisierte und KI-gestützte Unterstützung.
Arbeitsgruppe Generative KI
Interdisziplinäres Hochschulgremium, das Regeln, Wissen und Entscheidungen zum KI-Einsatz koordiniert.
Artikel 4 EU AI Act
Verpflichtet Anbieter und Betreiber dazu, ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei beteiligten Personen sicherzustellen.
Artikel 50 EU AI Act
Regelt Transparenzpflichten, unter anderem für die Interaktion mit KI und bestimmte KI-generierte oder manipulierte Inhalte.
Attention
Mechanismus in neuronalen Netzen, der gewichtet, welche Teile einer Eingabe für die aktuelle Verarbeitung besonders relevant sind.
Auftragsverarbeiter
Organisation, die personenbezogene Daten nach Weisung und im Auftrag eines Verantwortlichen verarbeitet.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Vertrag, der Zwecke, Weisungen und Schutzpflichten bei einer Datenverarbeitung im Auftrag regelt.
Ausbeutung von Menschen
Risiko unfairer Arbeitsbedingungen, etwa bei niedrig bezahlter Datenannotation oder belastender Inhaltsmoderation.
Auskunftsverlangen
Begehren einer Person zu erfahren, welche personenbezogenen Daten über sie verarbeitet werden.
Automatisierte Entscheidung
Entscheidung, die ganz oder wesentlich durch ein technisches System ohne menschliche Einzelfallprüfung entsteht.
Autoregressives Modell
Modell, das eine Sequenz schrittweise erzeugt und dabei jeweils die bereits erzeugten Elemente berücksichtigt.
Backpropagation
Verfahren, das Fehler rückwärts durch ein neuronales Netz überträgt, um seine Gewichte anzupassen.
Baseline Model
Einfaches Referenzmodell, gegen das die Leistung eines komplexeren Modells verglichen wird.
Benchmark
Standardisierter Test, mit dem Leistungsfähigkeit, Qualität oder Effizienz von Modellen vergleichbar gemacht werden sollen.
BERT
Bidirektionale Transformer-Architektur, die besonders zur Analyse und Einordnung von Text eingesetzt wird.
Betreiber
Im EU AI Act eine Person oder Organisation, die ein KI-System in eigener Verantwortung verwendet – außer rein privat.
Betroffenenrechte
Datenschutzrechte wie Auskunft, Berichtigung, Löschung, Widerspruch und Datenübertragbarkeit.
Bias
Systematische Verzerrung in Daten, Modellen oder Entscheidungen, die zu unfairen oder sachlich falschen Ergebnissen führen kann.
Black Box
System, dessen innerer Entscheidungsweg für Betroffene oder Prüfende nur schwer nachvollziehbar ist.
Bot
Software, die festgelegte Aufgaben automatisiert und dabei mit oder ohne KI arbeiten kann.
bwGPT
Hochschulprojekt in Baden-Württemberg für einen datenschutzorientierten Zugang zu generativer KI.
Chain-of-Thought
Zwischenschritte einer modellinternen oder ausgegebenen Herleitung, die komplexe Aufgaben strukturieren können.
Chatbot
Dialogsystem, das über Text oder Sprache mit Menschen kommuniziert und dabei regel- oder KI-basiert arbeiten kann.
ChatGPT
Dialogdienst von OpenAI, der je nach Produktvariante unterschiedliche generative KI-Modelle verwendet.
Chunk
Abgegrenzter Text- oder Datenabschnitt, der separat gespeichert, gesucht oder verarbeitet wird.
Chunking
Aufteilung größerer Dokumente in passende Abschnitte, etwa für Suche, Embeddings oder RAG.
Classification
Maschinelles Zuordnen einer Eingabe zu einer oder mehreren vorgegebenen Klassen.
Computer Vision
KI-Teilgebiet zur Analyse und Erzeugung visueller Informationen aus Bildern oder Videos.
Computerlinguistik
Fachgebiet an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft und Informatik zur computergestützten Verarbeitung natürlicher Sprache.
Context Window
Die begrenzte Menge an Tokens, die ein Sprachmodell bei einer Anfrage gleichzeitig berücksichtigen kann.
Convolutional Neural Network (CNN)
Neuronale Architektur, die lokale Muster erkennt und besonders häufig Bilddaten verarbeitet.
Copyleft
Lizenzprinzip, das Weitergabe und Bearbeitung erlaubt, abgeleitete Werke aber an gleiche Freiheiten bindet.
Data Governance
Rollen, Regeln und Kontrollen für Qualität, Zugriff, Schutz und verantwortliche Nutzung von Daten.
Data Leakage
Unbeabsichtigtes Offenlegen sensibler Informationen oder Vermischen von Trainings- und Testwissen.
Data Mining
Systematische Analyse großer Datenbestände, um Muster, Zusammenhänge oder Auffälligkeiten zu entdecken.
Data Poisoning
Manipulation von Trainings- oder Wissensdaten, um das Verhalten eines KI-Systems gezielt zu verfälschen.
Data Science
Interdisziplinäre Gewinnung von Erkenntnissen aus Daten mithilfe von Statistik, Informatik und Fachwissen.
Datensammlung
Geplanter Prozess, Daten aus definierten Quellen zu erfassen und für weitere Zwecke bereitzustellen.
Datensatz
Strukturierte Sammlung zusammengehöriger Daten, die zum Trainieren, Prüfen oder Betreiben eines Modells verwendet wird.
Datenschutz
Schutz von Menschen und ihren Rechten bei der Verarbeitung personenbezogener Informationen.
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
Strukturierte Prüfung hoher Datenschutzrisiken und der Maßnahmen zu ihrer Begrenzung.
Datenschutzrecht
Rechtsgebiet, das die zulässige Verarbeitung personenbezogener Daten und Rechte Betroffener regelt.
Datensicherheit
Technische und organisatorische Maßnahmen für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten.
Decoder
Modellkomponente, die aus einer internen Repräsentation eine Ausgabe erzeugt, etwa die nächsten Texttokens.
Deep Learning
Teilgebiet des maschinellen Lernens, das mehrschichtige neuronale Netze zum Erkennen komplexer Muster nutzt.
Deepfake
Mit KI erzeugter oder veränderter Medieninhalt, der reale Personen oder Ereignisse glaubhaft nachahmt.
DeepL
Kommerzieller Onlinedienst für maschinelle Übersetzung und weitere KI-gestützte Sprachfunktionen.
Didaktik
Lehre vom planvollen Gestalten von Lern- und Lehrprozessen, einschließlich Zielen, Methoden und Prüfungsformen.
Digital Twin
Digitales Abbild eines realen Objekts oder Prozesses, das Daten für Analyse und Simulation verbindet.
Diskriminierung
Ungerechtfertigte Benachteiligung von Personen oder Gruppen, die auch durch KI verstärkt werden kann.
Drift
Veränderung von Daten, Nutzung oder Zusammenhängen, durch die die Qualität eines KI-Systems mit der Zeit nachlassen kann.
Drittlandtransfer
Übermittlung personenbezogener Daten in ein Land außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums.
DSGVO
EU-Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten und zur Regelung ihrer Verarbeitung.
Echtzeit
Verarbeitung mit so geringer Verzögerung, dass ein System auf Ereignisse unmittelbar reagieren kann.
Embedding
Numerische Repräsentation von Inhalten als Vektor, sodass semantische Ähnlichkeiten mathematisch vergleichbar werden.
Encoder
Modellkomponente, die Eingaben in eine interne numerische Repräsentation überführt.
Encoder-Decoder-Modell
Architektur, die Eingaben zunächst repräsentiert und daraus anschließend eine neue Ausgabe erzeugt.
Endpoint
Definierte Netzwerkadresse, über die eine Anwendung Funktionen oder Modelle per Schnittstelle anspricht.
Entity Recognition
Automatisches Erkennen und Klassifizieren benannter Einheiten wie Personen, Orte oder Organisationen in Texten.
Epoche
Ein vollständiger Durchlauf des Trainingsalgorithmus durch den verfügbaren Trainingsdatensatz.
EU AI Act
EU-Verordnung für künstliche Intelligenz, die Pflichten vor allem nach Risiko, Rolle und Nutzungskontext ordnet.
Evaluation
Systematische Prüfung eines KI-Systems anhand definierter Kriterien, Testfälle und Erfolgsschwellen.
Evasion Attack
Gezielt veränderte Eingabe, die ein trainiertes System bei der Erkennung oder Klassifikation täuschen soll.
Exit-Strategie
Vorbereiteter Plan, um einen KI-Dienst geordnet zu wechseln oder außer Betrieb zu nehmen.
External Tool Use
Nutzung externer Funktionen, Datenbanken oder Programme durch ein KI-System.
False Negative
Fehler, bei dem ein tatsächlich vorhandener Fall vom System nicht erkannt wird.
False Positive
Fehler, bei dem das System einen Fall meldet, der tatsächlich nicht vorliegt.
Feature
Messbares Merkmal oder Eingabewert, den ein Modell für seine Berechnung verwendet.
Fehlinformationen
Falsche oder irreführende Angaben, die unbeabsichtigt oder absichtlich verbreitet werden können.
Few-Shot Prompting
Prompttechnik, bei der wenige Beispiele das gewünschte Muster für die aktuelle Antwort zeigen.
Fine-Tuning
Weiteres Training eines vortrainierten Modells mit ausgewählten Daten, um Verhalten oder Fachleistung gezielt anzupassen.
Foundation Model
Breit vortrainiertes Basismodell, das für viele nachgelagerte Aufgaben angepasst oder in Anwendungen eingebunden werden kann.
Function Calling
Strukturierte Anforderung eines Modells, eine externe Funktion mit bestimmten Parametern aufzurufen.
General-Purpose AI Model (GPAI)
Vielseitig einsetzbares KI-Modell, das für zahlreiche nachgelagerte Aufgaben angepasst werden kann.
Generative KI
KI, die aus erlernten Mustern neue Inhalte wie Text, Bilder, Audio, Video oder Programmcode erzeugt.
GeschGehG
Deutsches Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen vor unerlaubter Erlangung, Nutzung und Offenlegung.
GGUF
Dateiformat zur Speicherung und effizienten Ausführung von Sprachmodellen, das unterschiedliche Datentypen und Quantisierungsstufen unterstützt und häufig mit llama.cpp oder LM Studio verwendet wird.
Governance
Regeln, Rollen, Entscheidungswege und Kontrollen, mit denen eine Organisation den KI-Einsatz steuert und verantwortet.
GPU
Grafikprozessor, dessen parallele Rechenleistung Training und Betrieb vieler KI-Modelle beschleunigt.
Gradientenabstieg
Optimierungsverfahren, das Modellparameter schrittweise in Richtung eines geringeren Fehlers verändert.
Grounding
Verknüpfung einer KI-Ausgabe mit überprüfbaren Kontextinformationen oder Quellen, um Relevanz und Verlässlichkeit zu erhöhen.
Guardrails
Technische oder organisatorische Leitplanken, die unerwünschte Eingaben, Ausgaben oder Nutzungen begrenzen.
Halluzination
Plausibel klingende, aber unbelegte oder falsche Ausgabe eines generativen KI-Modells.
Harmful Content
Inhalte, die Menschen gefährden, diskriminieren, täuschen oder zu schädlichem Verhalten anleiten können.
Hochrisiko-KI
KI-System in einem sensiblen Einsatzbereich, für das der EU AI Act besondere Anforderungen vorsieht.
Hugging Face
Plattform und Open-Source-Ökosystem für Modelle, Datensätze und Anwendungen des maschinellen Lernens.
Human Oversight
Organisierte menschliche Aufsicht, die Fehlentwicklungen erkennen und KI-Entscheidungen übersteuern kann.
Human-in-the-Loop
Verfahren, bei dem Menschen einzelne KI-Ergebnisse prüfen, korrigieren oder freigeben.
Human-on-the-Loop
Aufsichtsmodell, bei dem Menschen einen weitgehend automatisierten Prozess überwachen und eingreifen können.
Hybride KI-Architektur
Kombination lokaler und zentral bereitgestellter KI-Komponenten mit geregeltem Daten- und Aufgabenfluss.
Hyperparameter
Vor dem Training festgelegte Einstellung wie Lernrate, Batch-Größe oder Zahl der Schichten.
Image Classification
Zuordnung eines Bildes zu einer oder mehreren vorgegebenen Kategorien.
Imbalanced Data
Datensatz, in dem bestimmte Klassen deutlich häufiger vorkommen als andere.
Inferenz
Anwendung eines trainierten Modells auf neue Eingaben, um eine Vorhersage oder Ausgabe zu erzeugen.
Informationelle Umweltverschmutzung
Übermaß an minderwertigen, irrelevanten oder falschen Inhalten, das Orientierung und Vertrauen erschwert.
Input
Daten oder Anweisungen, die einem System zur Verarbeitung übergeben werden.
Input Validation
Prüfung von Eingaben auf Format, Zulässigkeit und mögliche Sicherheitsrisiken.
Instruction Tuning
Nachtraining mit Anweisungs-Antwort-Paaren, damit ein Modell Aufgaben zuverlässiger befolgt.
Internet der Dinge (IoT)
Netz verknüpfter Geräte und Sensoren, die Daten erfassen, austauschen und Aktionen auslösen.
Interpretierbarkeit
Grad, in dem sich interne Modellzusammenhänge und Ursachen eines Ergebnisses untersuchen lassen.
ISO/IEC 27001
Internationaler Standard für ein Managementsystem zur Informationssicherheit.
ISO/IEC 42001
Internationaler Standard für Aufbau, Betrieb und kontinuierliche Verbesserung eines KI-Managementsystems.
Jailbreak
Eingabestrategie, die Schutzregeln eines KI-Systems umgehen und unerlaubte Ausgaben provozieren soll.
Job Scheduling in ML Pipelines
Zeitliche und ressourcenbezogene Steuerung wiederkehrender Arbeitsschritte in ML-Prozessen.
k-Nearest Neighbors (kNN)
Lernverfahren, das neue Fälle anhand der ähnlichsten bekannten Datenpunkte einordnet.
KI-Kompetenz
Wissen und praktische Fähigkeit, KI ihrem Kontext und Risiko angemessen auszuwählen, zu nutzen und kritisch zu prüfen.
KI-Modell
Trainierte mathematische Struktur, die Muster auf neue Eingaben anwendet und daraus Ergebnisse berechnet.
KI-System
Technisches Gesamtsystem, das ein oder mehrere Modelle, Daten, Schnittstellen und Bedienfunktionen verbindet.
Knowledge Base
Strukturierter Wissensbestand, den Anwendungen durchsuchen oder zur Beantwortung von Fragen heranziehen können.
Knowledge Graph
Wissensstruktur, die Entitäten und ihre Beziehungen als verknüpftes Netz abbildet.
Kontextfenster
Maximale Tokenmenge, die ein Sprachmodell in einem Verarbeitungsschritt berücksichtigen kann.
Kontextmanagement
Auswahl, Ordnung und Begrenzung der Informationen, die einem Modell für eine Aufgabe bereitgestellt werden.
KPI für KI-Systeme
Messgröße zur Bewertung etwa von Qualität, Nutzen, Sicherheit, Kosten oder Akzeptanz eines KI-Systems.
Kreativität
Fähigkeit, neue und angemessene Ideen oder Werke hervorzubringen; bei KI ist ihre Zuschreibung umstritten.
Kubernetes für KI
Plattform zur automatisierten Bereitstellung und Skalierung containerisierter KI-Dienste.
Künstliche Intelligenz (KI)
Sammelbegriff für Computersysteme, die Aufgaben bearbeiten, für die üblicherweise menschliche Wahrnehmung, Sprache, Lernen oder Entscheiden erforderlich ist.
Künstliches neuronales Netz
Trainierbares Rechenmodell aus verbundenen Knoten, das komplexe Muster in Daten abbilden kann.
Label
Zielwert oder Kategorie, die einem Datenbeispiel für Training oder Auswertung zugeordnet wird.
LangChain
Software-Framework zum Verbinden von Sprachmodellen mit Datenquellen, Werkzeugen und Abläufen.
Large Language Model (LLM)
Großes, auf umfangreichen Textmengen trainiertes neuronales Sprachmodell, das sprachliche Muster verarbeitet und Text erzeugt.
Latenz
Zeitspanne zwischen einer Anfrage und der Reaktion eines Systems.
Layer
Verarbeitungsschicht eines neuronalen Netzes, die Eingaben mathematisch transformiert.
Learning Rate
Hyperparameter, der bestimmt, wie stark Modellgewichte bei einem Trainingsschritt verändert werden.
Linear Regression
Statistisches Lernverfahren, das einen linearen Zusammenhang zwischen Variablen modelliert.
Llama
Familie großer Sprachmodelle von Meta, deren Gewichte für verschiedene Nutzungsformen bereitgestellt werden.
LLM Application
Anwendung, die ein großes Sprachmodell mit Bedienoberfläche, Daten und weiteren Funktionen verbindet.
LLM Gateway
Zentrale Vermittlungsschicht für Zugriff, Kontrolle und Protokollierung verschiedener Sprachmodelle.
LLM Guardrails
Schutzmechanismen, die Ein- und Ausgaben einer Sprachmodellanwendung prüfen und begrenzen.
LLMOps
Methoden und Werkzeuge für Bereitstellung, Überwachung und Weiterentwicklung von LLM-Anwendungen.
LM Studio
Desktop-Anwendung zum Herunterladen, Ausführen und Vergleichen kompatibler Sprachmodelle auf dem eigenen Rechner.
Logits
Unnormierte Modellwerte, aus denen Wahrscheinlichkeiten für mögliche Ausgaben berechnet werden.
Lokal (On-Device)
Ausführung eines Modells direkt auf dem Endgerät statt auf einem entfernten Server.
Löschungsverlangen
Antrag einer betroffenen Person, ihre personenbezogenen Daten unter bestimmten Voraussetzungen zu löschen.
Loss Function
Fehlerfunktion, deren Wert beim Training möglichst verringert wird.
Low-Rank Adaptation (LoRA)
Speichersparende Methode, die nur kleine zusätzliche Gewichtsmatrizen eines Modells trainiert.
Machine Learning
Teilgebiet der KI, in dem Systeme Muster aus Daten lernen, statt ausschließlich mit festen Regeln programmiert zu werden.
Manipulation
Gezielte Beeinflussung von Wahrnehmung oder Verhalten, die durch personalisierte KI-Systeme verstärkt werden kann.
MCP (Model Context Protocol)
Offenes Protokoll, über das KI-Anwendungen standardisiert Werkzeuge und Datenquellen einbinden.
Memory
Zusätzlich gespeicherte Information über frühere Interaktionen; sie liegt außerhalb der trainierten Modellgewichte und ist nicht mit dem Kontextfenster identisch.
Meta AI
Bezeichnung für KI-Forschung und KI-Assistenten des Unternehmens Meta.
Meta-Prompt
Anweisung, die das Erstellen, Prüfen oder Verbessern eines anderen Prompts zum Gegenstand hat.
Metakognition
Nachdenken über das eigene Denken, Lernen und Entscheiden – einschließlich der bewussten Prüfung KI-gestützter Ergebnisse.
Microsoft Copilot
Markenfamilie von Microsoft für KI-Assistenten in Produkten und Arbeitsanwendungen.
Mixture of Experts (MoE)
Architektur, die je Eingabe nur ausgewählte spezialisierte Teilnetze aktiviert.
ML-Modell
Durch maschinelles Lernen aus Daten abgeleitete mathematische Funktion für Vorhersagen oder Generierung.
MLX
Von Apple entwickeltes Framework für maschinelles Lernen, das Berechnungen auf Apple-Silicon-Geräten effizient ausführt.
Model Drift
Leistungsverschlechterung, weil sich Daten oder reale Zusammenhänge gegenüber dem Training verändert haben.
Model Weight
Gelernter numerischer Parameter, der die Verarbeitung innerhalb eines Modells beeinflusst.
Modell
Durch Training entstandene mathematische Struktur, die aus Eingaben Wahrscheinlichkeiten, Vorhersagen oder neue Inhalte ableitet.
Modellbewertung
Prüfung der Qualität und Grenzen eines Modells anhand fachlicher, technischer, ethischer und rechtlicher Kriterien.
Modelltraining
Optimierungsprozess, bei dem ein Modell seine Parameter anhand von Daten anpasst.
Monitoring
Fortlaufende Beobachtung eines KI-Systems, seiner Nutzung, Qualität, Risiken und Veränderungen im Betrieb.
Multimodale KI
KI, die mehrere Datentypen wie Text, Bild, Audio oder Video gemeinsam verarbeiten oder erzeugen kann.
Natural Language Generation (NLG)
Automatische Erzeugung sprachlicher Ausgaben aus Daten oder internen Repräsentationen.
Natural Language Processing (NLP)
Methoden zur automatischen Analyse, Verarbeitung und Erzeugung menschlicher Sprache.
Need-to-know
Zugriffsprinzip, nach dem Personen nur die Informationen erhalten, die sie für ihre Aufgabe benötigen.
Neuronales Netz
Von biologischen Nervennetzen inspirierte Rechenstruktur aus verbundenen künstlichen Neuronen, deren Parameter durch Training angepasst werden.
NIST AI RMF
Freiwilliger Risikomanagement-Rahmen des US-amerikanischen NIST mit den Funktionen Govern, Map, Measure und Manage.
Ollama
Software zum lokalen Bereitstellen und Ausführen kompatibler Sprachmodelle.
One-Hot Encoding
Darstellung einer Kategorie als Vektor, in dem genau eine Position den Wert eins trägt.
Open Source
Software, deren Quellcode unter einer Lizenz eingesehen, genutzt und je nach Lizenz verändert und weitergegeben werden darf.
Open Source AI
KI, deren relevante Bestandteile unter offenen Bedingungen nutzbar und prüfbar bereitgestellt werden.
Open Weight
Modell, dessen trainierte Gewichte verfügbar sind; Trainingsdaten, Quellcode und Lizenz müssen deshalb nicht vollständig offen sein.
Optical Character Recognition (OCR)
Automatische Umwandlung von Text in Bildern oder Scans in maschinenlesbare Zeichen.
Output
Ergebnis, das ein System nach der Verarbeitung einer Eingabe ausgibt.
Output Filtering
Automatisierte Prüfung und gegebenenfalls Sperrung unerwünschter Modellausgaben.
Output-Daten
Vom KI-System erzeugte oder abgeleitete Informationen.
Overfitting
Überanpassung an Trainingsdaten, durch die ein Modell bei neuen Daten schlechter arbeitet.
People – Process – Technology
Transformationsmodell, das Kompetenzen und Kultur, Abläufe und Regeln sowie technische Lösungen gemeinsam betrachtet.
Perplexität
Kennzahl dafür, wie unsicher ein Sprachmodell bei der Vorhersage einer Tokenfolge ist; niedrigere Werte bedeuten im gleichen Test meist bessere Vorhersagen.
Personenbezogene Daten
Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.
Pipeline
Verkettete Folge technischer Verarbeitungsschritte vom Eingang bis zum Ergebnis.
Policy Enforcement
Technische Durchsetzung festgelegter Regeln für Zugriffe, Daten oder zulässige KI-Nutzung.
Precision
Anteil der tatsächlich relevanten Fälle unter allen Fällen, die ein Modell als positiv eingestuft hat.
Pretraining
Breites Vortraining eines Modells auf großen Datenmengen vor einer möglichen Spezialisierung.
Private Cloud im Uni-Tenant
Abgegrenzte Cloud-Umgebung, die unter den Vertrags- und Verwaltungsregeln einer Hochschule betrieben wird.
Product Vision
Verdichtetes Zukunftsbild eines Produkts, das Zielgruppe, Problem, Nutzen und strategische Richtung beschreibt.
Prompt
Eingabe oder Anweisung, mit der eine Person das Verhalten und die Ausgabe eines generativen KI-Systems steuert.
Prompt Engineering
Systematisches Entwickeln, Testen und Verbessern von Prompts für möglichst geeignete und überprüfbare Ergebnisse.
Prompt Injection
Manipulative Eingabe, die Anweisungen einer KI-Anwendung überschreiben oder Daten offenlegen soll.
Prompt Template
Wiederverwendbare Promptstruktur mit festen Regeln und variablen Platzhaltern.
Prompting
Gestaltung von Eingaben, Kontext und Beispielen zur Steuerung eines generativen KI-Systems.
Provider
Technischer Anbieter, der Modelle oder KI-Dienste bereitstellt; nicht immer identisch mit der Rechtsrolle im EU AI Act.
Public Cloud SaaS/API
Extern betriebener Cloud-Dienst, der als Anwendung oder Programmierschnittstelle genutzt wird.
Quantisierung
Verringerung der numerischen Genauigkeit von Modellgewichten, um Speicherbedarf und Rechenaufwand zu reduzieren.
Query
Such- oder Datenbankanfrage, mit der gezielt Informationen abgerufen werden.
Query Expansion
Erweiterung einer Suchanfrage um verwandte Begriffe, um mehr passende Treffer zu finden.
RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Verfahren, bei dem vor der Textgenerierung passende externe Informationen gesucht und dem Modell als Kontext bereitgestellt werden.
Realitätsverlust
Risiko einer verzerrten Wirklichkeitswahrnehmung durch übermäßiges Vertrauen in synthetische oder fehlerhafte Inhalte.
Recall
Anteil der korrekt erkannten positiven Fälle an allen tatsächlich positiven Fällen.
Red Teaming
Gezieltes, adversariales Testen eines KI-Systems, um Schwachstellen, Missbrauchsmöglichkeiten und unerwartetes Verhalten aufzudecken.
Reinforcement Learning
Lernverfahren, bei dem ein System Handlungsstrategien durch Rückmeldungen in Form von Belohnungen oder Strafen verbessert.
Reranker
Modell, das bereits gefundene Treffer nach ihrer Relevanz neu sortiert.
Responsible AI
Ansatz, KI rechtmäßig, sicher, fair, transparent und am menschlichen Wohlergehen orientiert zu gestalten.
Retriever
Komponente, die zu einer Anfrage passende Inhalte aus einem Wissensbestand auswählt.
Risikoklasse
Vereinfachende Bezeichnung für die risikobasierte Einordnung von KI. Der EU AI Act unterscheidet unter anderem verbotene Praktiken, Hochrisiko-KI, Transparenzpflichten und besondere Regeln für GPAI-Modelle.
Risikomodell
Struktur zur systematischen Einordnung von Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe und Schutzmaßnahmen.
RLHF
Anpassung eines Modells mithilfe menschlicher Präferenzurteile und bestärkenden Lernens.
RNN (Recurrent Neural Network)
Neuronale Architektur mit Rückkopplungen zur Verarbeitung zeitlicher oder sequenzieller Daten.
Roboter
Programmierbare physische Maschine, die Aufgaben gesteuert oder teilweise autonom ausführt.
Role Prompting
Prompttechnik, bei der dem Modell eine Perspektive, Aufgabe oder Fachrolle zugewiesen wird.
Sandboxing
Isolierte Ausführungsumgebung, die mögliche Schäden durch Code oder Werkzeuge begrenzt.
Schatten-KI
Nutzung von KI-Werkzeugen außerhalb freigegebener, dokumentierter oder kontrollierter Strukturen einer Organisation.
Schlüsselkompetenz
Übergreifende Fähigkeit, die Menschen für Lernen, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe benötigen.
Security (KI-Cybersicherheit)
Schutz von KI-Systemen, Modellen und Daten gegen Angriffe, Manipulation und unbefugten Zugriff.
Self-Attention
Attention-Mechanismus, der Beziehungen zwischen Elementen derselben Eingabe berechnet.
Self-Hosted
Betriebsform, bei der eine Organisation Software auf selbst kontrollierter Infrastruktur ausführt.
Semantische Suche
Suche, die Bedeutungsähnlichkeit statt ausschließlich identischer Schlüsselwörter verwendet.
Small Language Model (SLM)
Kompakteres Sprachmodell mit geringerem Ressourcenbedarf als typische LLMs.
Softmax
Funktion, die Modellwerte in eine Wahrscheinlichkeitsverteilung umwandelt.
Spionage
Unbefugte Beschaffung vertraulicher Informationen, bei der KI Angriff und Auswertung beschleunigen kann.
Suchmaschine
System, das Inhalte indexiert und zu Suchanfragen möglichst relevante Treffer liefert.
Supervised Learning
Überwachtes Lernen aus Beispielen, bei denen die gewünschten Zielwerte oder Klassen bekannt sind.
Supply Chain Vulnerability
Schwachstelle in einer abhängigen Bibliothek, einem Modell oder Dienst innerhalb der Lieferkette.
Synthetische Trainingsdaten
Künstlich erzeugte Daten, die reale Trainingsdaten ergänzen oder ersetzen sollen.
Systemprompt
Übergeordnete Anweisung, die Rolle, Regeln und Verhalten eines Sprachmodells für eine Anwendung festlegt.
Temperature
Einstellung, die beeinflusst, wie vorhersehbar oder vielfältig eine Modellausgabe ausfällt.
Tensor
Mehrdimensionales Zahlenfeld, das Daten und Rechenzustände in neuronalen Netzen repräsentiert.
Token
Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells; sie kann einem Wort, Wortteil, Satzzeichen, Zeichen oder einer Bytefolge entsprechen.
Tokenisierung
Umwandlung einer Eingabe in Tokens anhand des erlernten Vokabulars und der Regeln eines Tokenizers.
Tokenizer
Komponente, die Text in die Verarbeitungseinheiten eines Sprachmodells zerlegt.
TOM
Technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten.
Top-k Sampling
Auswahlverfahren, das bei jedem Schritt nur die k wahrscheinlichsten Tokens berücksichtigt.
Top-p (Nucleus Sampling)
Auswahlverfahren aus der kleinsten Tokenmenge, deren gemeinsame Wahrscheinlichkeit einen Grenzwert erreicht.
Trainings- und Testdaten
Getrennte Datensätze zum Lernen eines Modells und zur unabhängigen Prüfung seiner Leistung.
Trainingsdaten
Daten, anhand derer ein Modell seine Parameter und Muster lernt.
Transfer Learning
Übertragung eines vortrainierten Modells auf eine neue, verwandte Aufgabe.
Transformer
Neuronale Modellarchitektur, die mithilfe von Attention Beziehungen zwischen Elementen einer Sequenz verarbeitet.
Transparenz
Nachvollziehbare Information darüber, wo und wie KI eingesetzt wird, welche Grenzen bestehen und wer verantwortlich ist.
Übersetzung
Übertragung sprachlicher Inhalte in eine andere Sprache unter Beachtung von Bedeutung und Kontext.
Underfitting
Zu geringe Modellanpassung, bei der selbst grundlegende Muster der Daten nicht erfasst werden.
Unsupervised Learning
Unüberwachtes Lernen, bei dem ein Verfahren ohne vorgegebene Zielwerte Strukturen oder Gruppen in Daten erkennt.
Urheberrecht
Rechtsgebiet zum Schutz persönlicher geistiger Schöpfungen und ihrer zulässigen Nutzung.
Use Case
Konkret beschriebener Anwendungsfall mit Zielgruppe, Bedarf, Ablauf, Nutzen, Daten, Risiken und Erfolgskriterien.
User Prompt
Konkrete Eingabe einer nutzenden Person innerhalb der übergeordneten Regeln einer Anwendung.
Validierungsdaten
Vom eigentlichen Training getrennte Daten zur Abstimmung von Modelleinstellungen und zur Kontrolle der Generalisierung.
Vektordatenbank
Datenbank, die Vektoren speichert und Inhalte über mathematische Ähnlichkeit auffindbar macht.
Verantwortungsvolle KI
KI-Gestaltung und -Nutzung, die Sicherheit, Fairness, Transparenz und menschliche Verantwortung verbindet.
Vibe Coding
Programmieren mit starkem Einsatz generativer KI, bei dem Ergebnisse iterativ über natürliche Sprache gesteuert werden.
Virtueller Assistent
Digitale Anwendung, die Anfragen versteht und bei Aufgaben oder Informationssuche unterstützt.
Vision-Language Model (VLM)
Multimodales Modell, das visuelle und sprachliche Informationen gemeinsam verarbeitet.
vLLM
Open-Source-Software zur effizienten Bereitstellung und Verarbeitung großer Sprachmodelle.
Voting Classifier
Ensembleverfahren, das Vorhersagen mehrerer Modelle durch Abstimmung zusammenführt.
Web Scraping
Automatisiertes Auslesen strukturierter Informationen aus Webseiten.
Weights
Gelernte Zahlenwerte, die bestimmen, wie stark Signale innerhalb eines Modells wirken.
Wissensdistillation
Übertragung von Verhalten oder Wissen eines größeren Lehrermodells auf ein kleineres Schülermodell.
Workflow Orchestration
Koordination mehrerer automatisierter Schritte, Dienste und Abhängigkeiten zu einem Gesamtprozess.
Zero-Shot Prompting
Aufgabenstellung ohne mitgelieferte Lösungsbeispiele, die sich auf die bereits erlernten Fähigkeiten des Modells stützt.
Zielvariable
Wert oder Klasse, die ein überwachtes Lernverfahren aus Eingabedaten vorhersagen soll.

